Bevor du investierst: Wie du es schaffst, jeden Monat Geld zur Seite zu legen
Viele glauben, dass Vermögensaufbau mit der richtigen Aktie beginnt.
Die Realität sieht anders aus.
Die meisten Menschen scheitern nicht am Investieren – sondern daran, überhaupt Geld übrig zu haben, das sie investieren können.
Bevor du dich also mit Aktien, ETFs oder Dividendenstrategien beschäftigst, musst du eine viel wichtigere Grundlage schaffen: am Monatsende Geld zur Seite legen zu können.
In diesem Artikel zeige ich dir sechs einfache Prinzipien, mit denen du genau das schaffst.
1. Aktive Karrieregestaltung – dein größter finanzieller Hebel
Der wichtigste Hebel, um mehr Geld zur Verfügung zu haben, ist dein Gehalt.
Egal für welchen Beruf du dich entscheidest: Zieh es durch und mach deinen Job gut. Hab Spaß daran und verkaufe dich nicht unter Wert.
Aus eigener Erfahrung kann ich besonders in den ersten sieben Jahren im Berufsleben empfehlen, zwei- bis dreimal den Arbeitgeber zu wechseln. Mit der klaren Absicht, deinen Horizont zu erweitern und gleichzeitig in bessere Gehaltsklassen aufzusteigen.
In späteren Jahren wird ein Stellenwechsel oft deutlich schwieriger und auch schmerzhafter.
2. Ein Sparziel festlegen
Wenn du Geld sparen willst, brauchst du ein konkretes Ziel.
Setze dir ein realistisches Sparziel und einen Zeitraum, in dem du dieses Ziel erreichen willst.
Ein Beispiel:
Du könntest dir vornehmen, innerhalb von drei Jahren 60.000 € zur Seite zu legen oder zu investieren.
Sobald du dieses Ziel erreicht hast, wirst du dir meist automatisch ein neues setzen.
Ein konkretes Ziel sorgt dafür, dass Sparen nicht abstrakt bleibt, sondern messbar wird.
3. Eine Methode zum Geld sparen
Der wichtigste Schritt ist, deine Ausgaben zu kennen.
Ziehe alle monatlichen Kosten von deinem Gehalt ab. Wenn Kosten nur einmal im Jahr anfallen, rechne sie auf den Monat herunter.
Typische Posten sind zum Beispiel:
- Miete
- Versicherungen
- Abos
- Einkäufe
- Rücklagen
- Urlaub
Danach legst du fest, wie viel Geld du monatlich sparen oder investieren möchtest.
Und das, was danach übrig bleibt, kannst du ohne schlechtes Gewissen ausgeben.
4. Warum Bargeld beim Sparen helfen kann
Der Betrag, den du für Freizeit und Konsum eingeplant hast, sollte idealerweise in bar abgehoben werden.
Der Vorteil: Du hast jederzeit im Blick, wie viel Geld noch übrig ist.
Wenn du doch einmal mit Karte bezahlst, kannst du die Rechnung aufheben und den entsprechenden Betrag aus deinem Bargeld zur Seite legen.
Gerade am Anfang hilft diese Methode enorm, ein Gefühl für Ausgaben und Budgetkontrolle zu entwickeln.
5. Verzicht – die unterschätzte Abkürzung zum Sparen
Wenn du Geld sparen willst, solltest du dich fragen:
Was brauche ich wirklich?
Gerade am Anfang kann man auf viele Dinge verzichten oder sie zumindest auf später verschieben.
Ein paar Beispiele:
- Muss es wirklich ein eigenes Auto sein?
- Müssen Möbel neu gekauft werden?
- Muss man sich sofort ein Haus ans Bein binden?
Oft gibt es günstigere Alternativen, die finanziell deutlich mehr Spielraum lassen.
Geduld und Konsequenz beim Vermögensaufbau
Geld sparen ist kein Sprint.
Es braucht Geduld und Konsequenz, um finanzielle Ziele zu erreichen.
Wenn du jedoch konsequent an deinem Plan festhältst, wirst du deine Ziele erreichen.
Und das gilt nicht nur für deine Finanzen – sondern für viele Bereiche im Leben.
Schlussgedanke
Vermögensaufbau beginnt nicht mit der richtigen Aktie.
Er beginnt mit der Fähigkeit, Geld übrig zu behalten.
Wenn du das beherrschst, wird Investieren plötzlich deutlich einfacher.
Hinweis: Dies ist keine Anlageberatung, sondern eine journalistische Darstellung meiner persönlichen Meinung. Alle Kennzahlen wurden mit einem eigenen Tool auf Basis von Drittdaten (u. a. von Financecharts.com) erstellt. Ich halte ggf. Positionen in den besprochenen Werten (Interessenkonflikt). Für die Richtigkeit der Daten und Berechnungen wird keine Haftung übernommen. Bitte beachten Sie den vollständigen. Bitte beachten Sie den vollständigen Disclaimer, Risikohinweis & Impressum.