Glossar
Die folgenden Richtwerte dienen lediglich zur allgemeinen Orientierung. In meinen Analysen weiche ich je nach Unternehmen und Branche bewusst von diesen Standardwerten ab, passe die Zielbereiche entsprechend an und stelle sicher, dass ich nur die Kennzahlen verwende, die auch wirklich relevant sind.
CAGR Basisdaten
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Kurssteigerung
Durchschnittliches jährliches Wachstum des Aktienkurses (CAGR). Richtwert: >= 10% p.a.
Umsatzwachstum
Durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum (CAGR). Richtwert: >= 10% p.a.
Gewinnwachstum
Durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum (CAGR). Richtwert: >= 10% p.a.
EPS-Wachstum
Durchschnittliches jährliches Wachstum des Gewinns pro Aktie (CAGR). Richtwert: >= 10% p.a.
Dividendenwachstum
Durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum (CAGR). Richtwert: >= 10% p.a.
Same-Store-Sales Growth
Misst das Umsatzwachstum ausschließlich in Filialen oder Standorten, die seit mindestens einem Jahr in Betrieb sind. Richtwert: 1,5 - 6 % p.a.
Vermögen und langfristige Finanzierung
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Invested Capital Turnover
Verhältnis des Umsatzerlöses zum investierten Kapital (Invested Capital). Indikator für die Effizienz, mit der ein Unternehmen sein eingesetztes Kapital zur Generierung von Umsatz nutzt. Richtwert: ~ 0,75 – 1,6· Branchenspezifisch betrachten, ein höherer Wert ist tendenziell besser. Berechnung: Umsatzerlös / Invested Capital.
Eigenkapitalquote
Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Indikator für finanzielle Stabilität. Richtwert: ~ 20 – 30% · Bei Franchise-Unternehmen ggf. deutlich darunter. Berechnung: EK / Bilanzsumme.
Anlagendeckung A
Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen. Richtwert: ~ 40 – 70% · Branchenspezifisch betrachten. Berechnung: EK / Anlagevermögen.
Anlagendeckung B
Verhältnis von langfristigem Kapital (EK + langfristiges FK) zum Anlagevermögen. Richtwert: ~ 130 – 170% · Branchenspezifisch betrachten. Berechnung: (EK + langfr. Finanz. Verb.) / Anlagevermögen.
Program Concentration Risk
Program Concentration Risk misst, wie stark ein Unternehmen von wenigen großen Programmen, Verträgen oder Kunden abhängig ist — und damit wie verwundbar es bei deren Wegfall wäre. Richtwert: 30 – 50% · Branchenspezifisch betrachten. Berechnung: Top-3-Programme/Gesamtumsatz.
Liquidität & Cashflow
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Liquidität Grad I
Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Richtwert: >= ~ 25% · Berechnung: (Kasse + Bank & WP d. UV) / kurzfr. Verb.
Liquidität Grad II (Quick Ratio, aber %)
Verhältnis von flüssigen Mitteln und kurzfristigen Forderungen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten. Richtwert: >= ~ 100% · Berechnung: (Kasse + WP + Forderungen) / kurzfr. Verb.
Liquidität Grad III
Verhältnis des gesamten Umlaufvermögens zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Richtwert: ~ 130 – 170% · Berechnung: Umlaufvermögen / kurzfr. Verb.
Operating Cashflow-Marge
Verhältnis des operativen Cashflows zum Umsatz. Richtwert: ~ 8 – 10% · Berechnung: Net Cashflow / Umsatz.
Free Cashflow-Marge
Verhältnis von Free Cashflow zum Umsatz. Gibt an, wie viel Cash nach Investitionen verbleibt. Richtwert: ~ 6c10% · Berechnung: Free Cashflow / Umsatz.
Net Liquidity Change Ratio / Netto Cashflow Marge
Misst das Verhältnis von Liquiditätszuflüssen zu -abflüssen, um die kurzfristige Deckungsfähigkeit zu bewerten. Richtwert: >= 2% · Berechnung: Gesamte Liquiditätsveränderung / Umsatz.
Kreditorisches Ziel
Das kreditorische Ziel (Days Payable Outstanding) gibt an, wie viele (Umsatz-)Tage ein Unternehmen im Durchschnitt braucht, um seine eigenen Lieferantenrechnungen zu bezahlen — ein höherer Wert schont die eigene Liquidität, kann aber bei Übertreibung die Lieferantenbeziehungen belasten. Richtwert: 25 – 45 Tage · Berechnung: Verbindlichkeiten_LL / (Umsatz/365).
Debitorisches Ziel
Das debitorische Ziel (Days Sales Outstanding) gibt an, wie viele (Umsatz-)Tage ein Unternehmen im Durchschnitt auf die Bezahlung seiner offenen Kundenrechnungen wartet — je kürzer, desto besser für die Liquidität. Richtwert: 30 – 60 Tage · Berechnung: kurzfr. Forderungen / (Umsatz/365).
Days Payable Outstanding (DPO)
Durchschnittliche Anzahl an Tagen, die ein Unternehmen benötigt, um seine Rechnungen bei Lieferanten zu begleichen. Indikator für das Working Capital Management und die Verhandlungsmacht gegenüber Lieferanten. Richtwert: ~ 30 – 60 Tage · Berechnung: (Verbindlichkeiten aus L&L + Abgrenzungsposten) / ((Betriebsaufwand + COGS - Abschreibungen - aktienbasierte Vergütung) / 365). Bereinigt um Abschreibungen und aktienbasierte Vergütung.
Liquiditätsreichweite
Misst, wie viele Tage ein Unternehmen seine operativen Cash-Ausgaben allein aus den vorhandenen flüssigen Mitteln bestreiten könnte, ausgedrückt im Verhältnis zum täglichen Umsatz. Indikator für das finanzielle Polster und die kurzfristige Überlebensfähigkeit ohne neue Einnahmen oder Finanzierungen. Richtwert: ~ 25 – 70 Tage · Berechnung: Flüssige Mittel / (Jahresumsatz / 365).
Cash Burn Reichweite (hier berechnet als Days of Cash on Hand)
Gibt an, wie viele Tage ein Unternehmen seine operativen Bar-Ausgaben im schlimmsten Fall (bei theoretisch null Umsatz) allein aus den sofort verfügbaren Mitteln bestreiten kann. Zentraler Indikator für das kurzfristige Überlebensrisiko und die finanzielle Flexibilität. Richtwert: ~ 12 – 18 Monate · Berechnung: (Cash + Short Term Investments) / ((Total Operating Expenses + Cost of Goods Sold - D&A - SBC) / 365). Bereinigt um Abschreibungen und aktienbasierte Vergütung.
Cash Cycle
Cash-Reichweite in Umsatztagen. Richtwert: Wenigstens ~ 30 Tage · Berechnung: Kreditorisches Ziel − Debitorisches Ziel + Liquiditätsreichweite.
Vorratsreichweite
Anzahl der Tage, die der Vorratsbestand den Umsatz decken könnte. Richtwert: ~ <= 70 Tage · Branchenabhängig. Berechnung: Vorräte / (Umsatz / 365).
Cash Conversion Cycle
Misst die gesamte Kapitalbindungsdauer in Tagen vom Einkauf der Rohstoffe über die Produktion bis zum Geldeingang vom Kunden, abzüglich des gewährten Lieferantenkredits. Zentraler Indikator für die Effizienz der internen Wertschöpfungskette und des Working Capital Managements. Richtwert: ~ 40 - 100 Tage · Branchenabhängig. Berechnung: Debitorisches Ziel - Kreditorisches Ziel + Vorratsreichweite + Fertigungszeit (Tage).
Überschussbeträge I – V Saldo
ÜB I Personal · ÜB II Kreditoren/Debitoren · ÜB III kurzfr. Sonst. VG/VB · ÜB IV kurzfr. Rückstellungen · ÜB V Tilgung
Zusätzliche Liquiditätsbetrachtung mittels fortlaufender Salden. Sollte i.d.R. immer >0 sein. ÜB I = (Kasse + Bank & WP des UV) – (Jahrespersonalaufwand / 12 × Sicherheitsfaktor). Jede weitere Stufe addiert den nächsten Saldo hinzu.
Zur Ermittlung des Personalaufwands wurden Schätzungen verwendet, i.d.R. basierend auf dem durchschnittlichen Lohnniveau.
Zusätzliche Liquiditätsbetrachtung mittels fortlaufender Salden. Sollte i.d.R. immer >0 sein. ÜB I = (Kasse + Bank & WP des UV) – (Jahrespersonalaufwand / 12 × Sicherheitsfaktor). Jede weitere Stufe addiert den nächsten Saldo hinzu.
Zur Ermittlung des Personalaufwands wurden Schätzungen verwendet, i.d.R. basierend auf dem durchschnittlichen Lohnniveau.
Accrual Ratio
Die Accrual Ratio misst, welcher Anteil des Gewinns auf nicht zahlungswirksame Buchungen (Rückstellungen, Abgrenzungen, Bewertungseffekte) entfällt — je niedriger der Wert, desto höher die tatsächliche Cash-Qualität der Erträge. Richtwert: -5 – 10 Tage · Berechnung: (Net Income - FCF)/Total Assets.
CAC Payback Period
Die CAC Payback Period gibt an, wie viele Tage/Monate ein Unternehmen braucht, um die Kosten für die Gewinnung eines neuen Kunden (Customer Acquisition Cost) durch dessen Deckungsbeitrag wieder einzuspielen — je kürzer, desto effizienter und kapitalschonender das Wachstum. Richtwert: 305 – 670 Tage · Berechnung: S&M / (Netto-Neukunden-ARR × Brutto-Marge).
Profitabilität & Ertragskraft
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Operative Nettomarge
Verhältnis des operativen Ergebnisses (EBIT oder bereinigtes EBIT) zum Gesamtumsatz. Indikator für die reine operative Leistungsfähigkeit und Profitabilität des Kerngeschäfts, unabhängig von Steuern, Zinsen und oft auch unbaren Sondereffekten. Richtwert: ~ 6 - 14%· Branchenabhängig. Berechnung: Operatives Ergebnis (EBIT) / Umsatzerlös.
Umsatzrendite
Verhältnis des Jahresüberschusses zum Umsatz. Richtwert: ~ >= 8% · Branchenabhängig. Berechnung: JÜ / Umsatz.
Gesamtkapitalrendite
Verhältnis von EBIT zum Gesamtkapital. Richtwert: ~ >= 8% · Branchenabhängig. Berechnung: JÜ / Bilanzsumme.
Eigenkapitalrendite
Verhältnis des Jahresüberschusses zum Eigenkapital. Richtwert: ~ 15 – 20% · Branchenabhängig. Berechnung: JÜ / EK.
ROIC
Verhältnis des operativen Gewinns nach Steuern zum investierten Kapital. Indikator für die Rentabilität und Effizienz, mit der ein Unternehmen das Geld seiner Eigen- und Fremdkapitalgeber einsetzt, um Gewinne zu erzielen. Richtwert: ~ 8 - 17%· Branchenabhängig. Sollte über den Kapitalkosten (WACC) liegen, um echten wirtschaftlichen Wert zu schaffen. Berechnung: EBIT * (1 - (Provision for Income Taxes / Net Income Before Taxes))/(Shareholders Equity + Total Debt - Cash and Short Term Investments).
Brutto-Marge
Verhältnis des Bruttogewinns zum Gesamtumsatz. Indikator für die grundlegende Profitabilität der Produkte oder Dienstleistungen vor Abzug der Vertriebs-, Marketing- und Verwaltungskosten. Richtwert: ~ 28 - 48% · Branchenabhängig. Berechnung: (Revenue - Cost of Goods Sold)/Revenue.
EBIT-Marge
Verhältnis des EBIT zum Umsatz. Indikator für operative Ertragskraft. Richtwert: ~ >= 10% · Branchenabhängig. Berechnung: EBIT / Umsatz.
Backlog Conversion Rate
Verhältnis des in einer Periode realisierten Umsatzes zum gesamten Auftragsbestand (Backlog) zu Beginn der Periode bzw. zum Ende der letzten Periode. Indikator für die Geschwindigkeit und Effizienz, mit der ein Unternehmen bestehende Aufträge in echten Umsatz und somit in Liquidität umwandelt. Richtwert: ~ 30 - 60% · Branchenabhängig. Berechnung: Revenue/Backlog (Vorjahr).
Book-to-Bill Ratio
Verhältnis des Auftragseingangs (Bookings) zum realisierten Umsatz (Billing) in derselben Periode. Zentraler Frühindikator für das zukünftige Umsatzwachstum und die Nachfragedynamik, besonders etabliert in der Halbleiterindustrie, dem Maschinenbau und im SaaS-Bereich. Richtwert: ~ 0,9 - 1,2 · >1 signalisiert Wachstum (mehr Aufträge als Umsatz); <1 signalisiert schrumpfende Umsätze in der Zukunft. Branchenabhängig. Berechnung: Auftragseingang der Periode / Umsatz der Periode.
Backlog / Sales Ratio
Verhältnis des aktuellen Auftragsbestands zum (meist annualisierten) Umsatz. Indikator für die zukünftige Umsatzsicherheit und die theoretische Auslastung des Unternehmens in Jahren oder Monaten, falls keine neuen Aufträge mehr reinkommen. Richtwert: ~ 0,5 - 1,5· >1 im Projektgeschäft/Maschinenbau zeigen eine komfortable Auslastung für mehr als ein Jahr; im Tech-Bereich reichen oft geringere Werte. Branchenabhängig. Berechnung: Auftragsbestand am Periodenende / Umsatz der Periode.
Asset Turnover
Verhältnis des Umsatzerlöses zur durchschnittlichen Bilanzsumme (Gesamtvermögen). Indikator für die Effizienz, mit der ein Unternehmen seine gesamten Vermögenswerte (Assets) einsetzt, um Umsatz zu generieren. Richtwert: ~ 1 - 3· >1 im Projektgeschäft/Maschinenbau zeigen eine komfortable Auslastung für mehr als ein Jahr; im Tech-Bereich reichen oft geringere Werte. Extrem branchenabhängig. Im Handel oft sehr hoch >2, in der anlagenintensiven Industrie oder im Tech-Sektor meist deutlich niedriger <=1. Berechnung: Revenue / (Property, Plant and Equipment).
Aufwendungen & Verschuldung
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Personalaufwand
Anteil der Personalaufwendungen am Umsatz. Richtwert: ~ <= 30% · Personalaufwand ggf. über Durchschnittslöhne geschätzt. Berechnung: Personalaufwendungen / Umsatz.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sammelposition für Pacht, Versicherungen, Marketing — ohne Material, Personal, Abschreibungen. Richtwert: ~ <= 7% · Berechnung: Sonst.Betr.AW / Umsatz.
Nettozinsquote
Netto-Zinsaufwand im Verhältnis zum Umsatz. Basiert auf dem Nettowert — Brutto-Zinsaufwand nicht separat verfügbar. Richtwert: >= 0% · Positive Werte = Zinsüberschuss, negative Werte = Zinsbelastung. Berechnung: Netto-Zinsaufwand / Umsatz.
Nettozinsdeckungsquote
Faktor, der anzeigt, inwiefern die Netto-Zinsaufwendungen durch den EBIT gedeckt sind. Brutto-Zinsaufwand ist in den Datenquellen nicht separat verfügbar. Richtwert: ~ 5 – 7 · Bei Zinsüberschuss (kein Netto-Zinsaufwand) = 10 (Deckel), bei negativem EBIT = 0.
Berechnung: EBIT / Netto-Zinswaufwand.
Dynamischer Verschuldungsgrad
Wie schnell die Nettoverschuldung durch den Free Cashflow ausgeglichen werden kann. Richtwert: Max. 3 – 5 Jahre · Berechnung: (Gesamte VB − (Rückstellungen + Forderungen & sonst. VG + Kasse/WP)) / Free Cashflow. FCF ist konservativer. Bei neg. FCF = 10 (Deckel)
Langfristige Verschuldung
Anteil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten an der Bilanzsumme. Richtwert: ~ <25% · Branchenabhängig. Berechnung: (Langfr. Finanz. Verb.) / Bilanzsumme.
Stock Based Compensation
Vergütungsform, bei der Mitarbeiter, Manager oder Dienstleister statt mit Bargeld mit Aktien, Aktienoptionen oder virtuellen Anteilen (RSUs) des Unternehmens bezahlt werden. Indikator für die Fähigkeit eines Unternehmens, Top-Talente ohne direkten Cash-Abfluss zu binden, sowie für die potenzielle Verwässerung der Altaktionäre. Im Tech-/SaaS-Sektor oft hoch. Richtwert: ~ 5 - 18% · Sollte im Verhältnis zum Umsatz und Gewinn beobachtet werden. Berechnung: SBC/Umsatz.
Substanzerhalt vs. Expansion
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IST-Anlagenintensität
Momentaner Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme. Richtwert: ~ 40 – 70% · Im Dienstleistungssektor oft deutlich geringer. Berechnung: Immat. VG und SAV / Bilanzsumme.
Cashflow Reinvestment Ratio
Beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, die Investitionen aus dem Operativen Cashflow zu stemmen. Richtwert: ~ 1,5 – 3,5 · Berechnung: Operativer Cashflow/CapEx.
CapEx-Intensität
Verhältnis der Investitionen in das Anlagevermögen (CapEx) zum Gesamtumsatz in einer bestimmten Periode. Indikator für die Kapitalintensität eines Geschäftsmodells und die Effizienz, mit der Umsatz durch den Einsatz von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten generiert wird. Richtwert: ~ 2 – 8% · Berechnung: CapEx / Umsatz.
Reinvestitionsquote
Verhältnis der Nettoinvestitionen in das Anlagevermögen zur Summe der jährlichen Abschreibungen. Indikator dafür, ob ein Unternehmen substanziell wächst oder lediglich den laufenden Verschleiß seiner bestehenden Anlagen ausgleicht. Richtwert: ~ 0,9 – 2 · Berechnung: CapEx / Abschreibungen.
Akquisitionsintensität
Verhältnis der Ausgaben für Unternehmenskäufe (Akquisitionen) zum Gesamtumsatz oder zu den Gesamtinvestitionen in einer bestimmten Periode. Indikator dafür, wie stark ein Unternehmen auf externes Wachstum durch Zukäufe (Inorganic Growth) anstatt auf internes, organisches Wachstum setzt. Richtwert: ~ 0 – 15% · Berechnung: Acquisitions / Umsatz.
Net Revenue Retention Rate (NRR)
Verhältnis des wiederkehrenden Umsatzes (ARR/MRR) einer bestehenden Kundengruppe am Ende einer Periode im Vergleich zum Startwert derselben Gruppe vor 12 Monaten. Indikator für die Fähigkeit eines Unternehmens, bestehende Kunden zu halten und durch Upgrades, Add-ons oder Preiserhöhungen auszubauen, bereinigt um Kündigungen und Downgrades. Richtwert: Im SaaS-/Tech-Sektor gilt ~ 102 – 125% · Berechnung: (Start-ARR + Expansion + Cross-Sell - Churn - Downgrades) / Start-ARR. Selten verfügbar.
Remaining Performance Obligations (RPO)
Summe aller vertraglich vereinbarten, aber zum Bilanzstichtag noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen. Indikator für den zukünftigen, vertraglich bereits gesicherten Umsatz eines Unternehmens. Richtwert: Im SaaS-/Tech-Sektor gilt ~ 1,25 – 2,75 · Berechnung: Deferred Revenue (Abgrenzungsposten) + Backlog (unfakturierte Verträge). Selten verfügbar
Rule of 40
Summe aus Umsatzwachstum und Free Cashflow-Marge. Richtwert: ~ >= 40% · Richtwert für SaaS/Tech, hier als Effizienzkennzahl. Berechnung: Umsatzwachstum (%) + Free Cashflow-Marge (%).